Kinder als „unsere Zukunft“?

Immer wieder werden Kinder durch Erwachsene als gegenwärtige oder künftige Akteure angesprochen, die zu einer besseren gesellschaftlichen Zukunft beitragen sollen. Je nach den Ideen unterschiedlicher politischer Gruppen sind oft auch die Vorstellungen davon, wie dieses „Besser“ konkret aussehen soll, sehr unterschiedlich. Vor allem in gesellschaftlichen Umbrüchen – etwa in Revolutionen, in Kriegen oder in Unabhängigkeitsbewegungen – wurden diese sehr präsent. Wie nahmen und nehmen Kinder solche Zukunftsideen auf? Welche Handlungsräume eröffneten oder verschlossen sich ihnen dadurch, wie nutzten sie diese oder entzogen sich auch Erwartungen von Erwachsenen? Und wie lassen sich Perspektiven von Kindern in diesem Zusammenhang verstehen und nachvollziehbar in die Öffentlichkeit bringen?

Interessierte Studierende sind zum einen dazu eingeladen, solche oder ähnliche Fragen in Kleingruppen exemplarisch, in historischen Perspektiven, aber auch mit Blick auf gegenwärtige Adressierungen von Kindern, zu erforschen. Zum anderen könnten Projekte entstehen, in denen die Sichtweisen von Kindern auf ihre und die gesellschaftliche Zukunft für die Öffentlichkeit nachvollziehbar gemacht werden. Im Projektstudium erlernt bzw. vertieft und angewendet werden können dafür qualitative Forschungsmethoden, z.B. Dokumenten- und Bildanalyse, sowie sozialpädagogische und künstlerische Methoden, z.B. für die Gestaltung von Workshops oder Lesungen von Bilderbüchern/Comics.

Die Fortsetzung des Projektstudiums im Sommersemester 2026 ist möglich.