In diesem Projektkurs beteiligen sich die Studierenden zwei Semester lang am Aufbau und an der konzeptionellen Entwicklung der momentan entstehenden Lernwerkstatt Kindheit und Jugend auf dem Stendaler Campus. Die Lernwerkstattsarbeit bietet Raum für kreative Ideen und kann dabei sowohl nach innen ausgerichtet sein, etwa für Studierende und die Hochschule, als auch nach außen, beispielsweise gemeinsam mit Praxisstellen, Auszubildenden oder Kindern. In Teilgruppen bearbeiten die Studierenden unterschiedliche selbstgewählte Projekte, beispielsweise zur Konzeption, der Gestaltung des Raumes oder von Materialien oder zur Durchführung von Workshops und Exkursionen.

Kinder in der mittleren und späten Kindheit im Ganztag

Im Mittelpunkt des Projektes sollen die Bedürfnisse und Lebenslagen von Kindern in der mittleren und späten Kindheit in Institutionen stehen. Diese sollten eine wichtige Voraussetzung bei der Ausgestaltung des Ganztagsfördergesetzes für Kinder im Grundschulalter ab 2026 sein. Dieser quantitative Ausbau geht mit vielfältigen strukturellen Veränderungen sowohl in Kindertageseinrichtungen als auch in Schulen einher.

Ziel des Projektes ist, sich zunächst mit den neuen Entwicklungen in diesem Arbeitsfeld auseinanderzusetzen, das vor großen Herausforderungen steht. So wird davon ausgegangen, dass zu den bereits bestehenden Plätzen 600.000 zusätzlich geschaffen werden müssen und strukturelle Veränderungen (konzeptionelle, in der Ausbildung, räumlich usw.)in großem Ausmaß dafür nötig sind.

Innerhalb dieses Feldes möchte ich mit Ihnen gemeinsam konkrete Ziele erarbeiten. Ich habe dazu einige Ideen, z.B. einen Fachtag (gemeinsam mit der AG „Kinder 6-12“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit) konzeptionell zu entwickeln, zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Eine andere Möglichkeit wäre die Auswertung vorhandener Interviews. Auch Sie haben sicher Interessen und Ideen. Diese wären zu besprechen und einzubeziehen. Im Mittelpunkt stehen  immer die Kinder, ihre Bedürfnisse und Rechte, aber auch andere Akteure vor allem die Fachkräfte müssen mit einbezogen werden.